Presse u Berichte

Mit 130 Jahren der drittgrößte Sportverein Bremen

Alpenverein 130 Jahre in der Hansestadt
DAV-Kletterzentrum in Bremen ein Jahr alt
Drittgrößter Bremer Sportverein feiert   


Man schrieb das Jahr 1886, als Ludwig II., der sogenannte Märchenkönig von Bayern, im Starnberger See starb. Im selben Jahr trafen sich in Bremen in der Glocke ein paar illustre Herren im Hinterzimmer. Unter der Leitung des Senators und späteren Bürgermeisters Hermann Hildebrand gründeten sie die Sektion Bremen des Deutschen Alpenvereins, also vor 130 Jahren!
Gleich danach begannen sie mit der Entwicklung des Alpenraums und bauten und eröffneten 1897 die Bremer Hütte in der Nähe des Brenner Passes auf über 2400 m Höhe. „Das muss damals so gewesen sein, wie wenn heute Leute einen Verein zur Förderung der Besiedlung des Mars gründeten“, schmunzelte John Gerardu, der bei der internen Feier der Bremer Alpinisten einen kurzen historischen Rückblick gab.  
Aber es gab noch mehr zu feiern. Seit knapp einem Jahr besteht das DAV-Kletterzentrum im Technologiepark bei der Bremer Universität. Auch das betrachtet man als historische Pionierleistung. Wem die fast 1000 km zur Bremer Hütte zu weit sind und das Wetter dort zu unbeständig ist, kann jetzt in der Halle 14m hoch klettern und auf 180 verschiedenen Routen Schwierigkeitsgrade bewältigen, die in den Alpen nur ganz wenigen vorbehalten sind.  
Dr. Manfred Gangkofer, der erste Vorsitzende, präsentierte infolgedessen in der Jubiläumsfeier in den Räumen des Kletterzentrums vor zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Aktiven des Clubs einen sehr stolzen und selbstbewussten Verein. „Unsere Stärke macht das große Engagement vieler seiner Mitglieder aus.“ Nach der Eröffnung des Kletterzentrums habe der DAV in Bremen einen erheblichen Mitgliederzuwachs verbucht, über 4.500 Alpinisten zähle er. „Der Bremer Alpenverein ist jetzt der drittgrößte Sportverein in Bremen!“ strahlte Gangkofer.   Die Bremer Kletterer wie Wanderer konnten sich über ein gelungenes Jahr genauso freuen wie über einen neuen exklusiven Feierort in Bremen, bei dem man tatsächlich vom Kletterseil aus in die Töpfe des Buffets schauen kann.

Bremer auf dem Kilimandscharo

Mission 5895 completed! Acht Mitglieder des Bremer Alpenvereins standen jetzt auf dem Gipfel des Kilimandscharo. Ende Oktober waren sie zwei Wochen lang mit Tourenführer Folkert Lenz in Tansania unterwegs. Das 6-tägige Höhentrekking auf den Kibo (5895 m) geriet bei bestem Wetter zur Traum-Tour.
Der Anstieg über die Umbwe-Route gilt als schwierigster Weg auf den höchsten Gipfel Afrikas. Er führt durch den Klimagürtel der Erde: Von Bananenplantagen bis zum ewigen Eis. Durch dunklen Regenwald und die Bergheide, an eigentümlichen Senezien und Lobelienpflanzen vorbei bis hinauf in die alpine Wüste. Der siebenstündige Schlussanstieg raubte manchem Teilnehmer fast den Atem. Denn auf knapp 6000 Meter Höhe steht dem Körper nur noch halb so viel Sauerstoff zur Verfügung wie im Flachland.
Auf BremenEins lief jetzt ein Bericht über das Abenteuer:
http://www.radiobremen.de/bremeneins/buntes/bremer-wanderer-kilimandscharo100.html

Zuvor hatten die sechs Männer und zwei Frauen in vier Tagen den Mount Meru bestiegen, den Nachbarberg des Kili. Die Akklimatisationstour führte bis auf 4566 Meter und sollte die Höhenanpassung erleichtern. Eine gute Idee! Zumal auch hier der Weg vom Dschungel bis auf den Kraterrand des erloschenen Vulkans und zurück in die Savanne mit Büffeln und Giraffen führte.
Asante sana – Danke schön für das zauberhafte Erlebnis.

Weser-Kurier zur Eröffnung des Kletterzentrums

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Hilfe für NEPAL

Spendenkonto des DAV:

HypoVereinsbank München
Kontoinhaber: Deutscher Alpenverein e.V.
IBAN: DE17 7002 0270 0667 9074 97
BIC: HYVEDEMMXXX
Verwendungszweck: Nepalhilfe

DAV München stellt in einer Sofortmaßnahme 50.000 € für Nepal zur Verfügung. Damit soll ein Grundstein gelegt werden für ein längerfristiges Engagement. Mit den Mitteln soll v. a. die zerstörte Infrastruktur in den abgelegenen Tälern wieder aufgebaut werden.
Alle Mitglieder des DAV werden gebeten, sich an dieser Aktion zu beteiligen und durch ihre persönliche Spende den finanziellen Grundstock für diese langfristige Hilfe zu sichern.

Mehr dazu.

Bremer Wanderleiter, vom Erdbeben überrascht, sammelt Spenden ein!

 Wir möchten hier kurz berichten, was wir in Nepal erlebt haben. Das Beben überraschte uns in Phakding zur Mittagszeit. Schnell haben wir festgestellt, dass unsere Lodge etliche Schäden aufwies auch die Nachbarhäuser wiesen reichliche Schäden auf und nicht weit entfernt haben wir am nächsten Tag einen großen Erdrutsch gesehen. Beim Aufstieg nach Namche-Bazaar wurden wir erneut vom Beben überrascht und im Ort waren alle in Aufruhr um sich schnell einen Platz auf den entstandenen Zeltplatz oberhalb für die Nacht zu sichern. Vier Tage verweilten wir dort, weil ein Weitergehen nicht möglich war, da inzwischen fast alle Lodges zerstört sind. In Kathmandu sind viele der Denkmäler, Häuser, Schulen und Hotels  zerstört. Sehr zum Ärgernis der Bürger hat die Regierung weitere Hilfe vom Ausland abgelehnt, sodass immer noch das größte Problem die bekanntlich sehr schwer zugängigen abgelegenen Provinzen sind.   Wir haben überlegt, wie wir am besten helfen können. Unser persönlicher Kontakt zu der Nepalesin Pema Sherpa ist hier für uns die konkreteste Verbindung, damit Spenden auch dort sicher ankommen, wo sie gebraucht werden. Pema Sherpa ist eine faszinierende Frau, die sofort mit einem deutschen Team der Freiwilligen Feuerwehr (Sachsen Anhalt) in das entfernte Ladak-Tal mitgereist ist, um dort die ersten Wundversorgungen vorzunehmen. Weiter setzt sich Pema insbesondere für den Wiederaufbau von mehreren Schulen und für Waisenkinder ein, da vom Nepalesischen Staat hier keine Hilfe zu erwarten ist.  Wir haben Ihr in dieser Situation spontan gesagt,  in Deutschland für Sie Spenden zu sammeln. Im Herbst fährt Wolfgang Richter, ein befreundeter Bremer Rechtsanwalt nach Nepal – ihm würden wir gerne etwas Geld mitgeben. Wir würden uns sehr freuen, wenn der DAV Bremen oder seine Mitglieder sich mit einem Beitrag daran beteiligen könnten.  Burkhard Orlovsky  

Spenden auf das private Spendenkonto von B. Orlovsky
Stichwort: „Erdbebenhilfe Nepal“  
IBAN:    DE42 2905 0101 0011 3849 48
BIC:        SBREDE22XXX

Der Chor Cima Tosa in Bremen

Coro Cima Tosa in der Friedenskirche in Bremen
Bremer Chorwerkstatt singt zur Begrüßung

Nach dem im Juni der Kontakt zwischen unserer Sektion und den Bergfreunden von der SAT in Trient hergestellt wurde (siehe Berichte unten), kam jetzt der Coro Cima Tosa nach Bremen. In der Friedenskirche wurden in einem eindrucksvollen Auftritt Lieder aus der Zeit des ersten Weltkriegs vorgetragen. Damals verlief die Front hunderte Kilometer über die höchsten Alpenketten und das Trentino war direktes Kriegsgebiet. Der Bergkrieg der damaligen Zeit mit all dem Gemetzel, den Dramen und mörderischen Heldentaten sind der Stoff für die Lieder dieses Männerchors. Begrüßt wurde der Chor von den Sängerinnen der Bremer Chorwerkstatt. Anschließend trafen sich der Chor und Vertreter des Trentiner und Bremer Alpenvereins beim Stadtwirt zu einem zünftigen Abendessen. Dort hat man sich gut verstanden, allerdings gar nicht so viel geredet. Das Gewölbe des ehemaligen Katharinenklosters war nämlich meist erfüllt von der Chorsängen der Trentiner, die mit dem Singen gar nicht wieder aufhören konnten. Ein schöner Abend in und für Bremen!

„Auf einen Espresso“ mit Ronald Hillebrand vom Alpenverein Bremen

Freiheit am Fels
Klettern bedeutet für den Alpinisten Ronald Hillebrand Freiheit. Höhepunkte seiner Bergsteigerkarriere waren die Touren auf die Barberine (Foto links) und den Mont Blanc.
© Langkowski 

 Bremen - Von Ilka Langkowski. Ronald Hillebrand ist seit anderthalb Jahren Vorsitzender des „Alpenvereins Sektion Bremen“. Mit dem Bau einer neuen Kletterhalle in Horn hat er neben vielen anderen Aufgaben ein Großprojekt zu bewältigen.

Die ehrenamtliche Arbeit des Vorsitzenden des Alpenvereins wird durch den Bau der Kletterhalle bestimmt. Nach Rückschlägen wurde dieses Jahr die Baugenehmigung erteilt, und auch die Finanzierung steht. Zudem kümmert sich Hillebrand um die Hütten des Vereins und die Anliegen der Hüttenwarte. Im Sportverein 1860 Bremen betreut er die 50plus-Kurse und begleitet Exkursionen. Klettern, Wandern und Paddeln zählen zu einer Fülle von Angeboten der Alpinisten.

Am meisten Freude macht es Hillebrand, wenn Dinge Erfolg haben und es wieder einen Schritt weitergeht wie bei der Baugenehmigung. Außerdem schließt er viele neue Kontakte und lernt ständig Neues hinzu. „Es ist fast wie ein zweiter Beruf“, sagt er, „obwohl ich nicht mehr berufstätig bin, entwickle ich mich immer weiter.“ Das Einzige, was ihn stören kann, ist, wenn es interne oder externe Schwierigkeiten bei der Kooperation gibt.

Hillebrand hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Er hat zwei alte Fotos dabei. Sie stammen aus einer Zeit, in der der Wahl-Bremer besonders viel geklettert ist, etwa Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Das eine zeigt die Barberine, eine über 40 Meter hohe Felsnadel in der Sächsischen Schweiz, das andere zeigt den Mont Blanc. Beide Touren hatten ihren eigenen Reiz, erzählt Hillebrand. Um auf die schmale Felsnadel in der DDR zu kommen, bedurfte es einst nicht nur einer persönlichen Einladung, sondern auch etwas Mut. Das Miniplateau war mit vier Personen voll. „Aber wenn man von dort oben übers Land guckt, fühlt man sich sehr frei“, erinnert sich der Kletterer. Der Mont Blanc imponierte hingegen durch seine Höhe von 4807 Metern. Dafür kam man vergleichsweise einfach hinauf, sagt Hillebrand und lacht: „Damals meinte jemand, der Blick reiche bis nach Venedig, aber das bezweifle ich“. Dafür habe die Klettergruppe eine Flugstaffel der französischen Luftwaffe gesehen – von oben! Die Maschinen seien etwa 1000 Meter unter Hillebrand und seinen Freunden durch die Luft gerast. Das Bergsteigen und Klettern ist für Hillebrand eine Herausforderung. Dem Risiko fühlt er sich gewachsen. Wenn er dann oben ist, genießt er jedes Mal das schöne Gefühl und denkt: „Jetzt habe ich mich angestrengt und bin hier – weiter Blick, Freiheit – ich hab’s geschafft.“

Artikel aus der Kreiszeitung vom 14.11.14

1914 und 2014: große Geschichte Europas – und eine kleine von Bremen und Trient

Il Presidente e il Vice-Presidente: Claudio Bassetti (SAT Trient) und Manfred Gangkofer (DAV, Bremen) auf der Bocca di Brenta.

1910 war alles anders. Unsere Sektions-Vorfahren müssen Abenteurer gewesen sein. Sonst wären sie nicht auf die Idee gekommen, in der Brenta auf fast 2.500m Höhe eine Schutzhütte zu bauen. Und sie müssen glühende Nationalisten gewesen sein, sonst hätten sie diese Hütte nicht direkt neben einer schon bestehenden des Alpenvereins Trient errichten wollen.

Die Trentiner von der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT) waren damals „not amused“ und zogen vor ein Gericht in Wien, denn das Trentino gehörte damals noch zu Österreich-Ungarn. Das Gericht sprach Recht und aus formalen Gründen wurde der Sektion Bremen ihre fast fertige Hütte genommen und der SAT übertragen. Das war am 30.6.1914. Trient jubelte. Über die Gefühle der Bremer ist nichts bekannt. Zwei Tage vorher am 28.6.1914 geschah das Attentat von Sarajewo und der 1. Weltkrieg hatte begonnen, der auch in den Alpen seine bekannten mörderischen Spuren hinterließ.

Und heute? Seit 100 Jahren gehört jetzt das Rifugio T. Pedrotti den Trentinern Alpinisten und das wollten sie feiern und gleichzeitig der schlechten Zeiten und des schlimmen Krieges gedenken. Es war der große Wunsch der SAT, dass jemand von der Sektion Bremen anwesend sein möge. Und so reiste der 2. Vorsitzende der Sektion an, um vor Ort der Enthüllung eines Schildes beizuwohnen, in dem die verbindende und friedensstiftende Freundschaft zwischen den beiden Ländern und Alpenvereinen bekräftigt wurde. Die kleine von Manfred Gangkofer vorgetragene Festrede wurde trotz oder gerade wegen des holprigen Italienisch gut angenommen. Die Gastgeber bedankten sich mit dem auf Deutsch gesungenen Lied von den Bergkameraden. Nie mehr gegeneinander. Immer zusammen. Ein Stück Geschichte ist bewältigt.

(Mehr dazu weiter unten!)

Rifugio Tosa e T. Pedrotti - zwei Gebäude, eine Hütte

Rechts das Rifugio T.Pedrotti, einst von der Sektion Bremen erbaut. Links davon weiter unten das Rifugio Tosa, vom Trentiner Alpenverein bereits 1892 eröffnet.

Rifugio Pedrotti hieß früher Bremer Haus

Auf einem zeitgenössischem Gemälde die noch im Bau befindliche Hütte. Links unterhalb das Rifugio Tosa.
Claudio Bassetti übergibt bei einer kleinen Feier den „antiken“ Schlüssel an Manfred Gangkofer (Tafel s. u.)
So sieht die Hütte T. Pedrotti heute aus, in ihr sind die Gast-, Küchen- und Schlafräume. In der unterhalb gelegenen Hütte Tosa befinden sich nur noch Schlaflager.
Rifugio Tosa

Der alte Schlüssel für die Hütte - heute der Schlüssel zum Frieden

Der symbolische und doch echte Schlüssel
Die Gedenktafel auf der Hütte

Die Erinnerungstafel (rechts) befindet sich im Riugio Pedrotti. Der Schlüssel, der an die Sektion Bremen überreicht wurde (links), ist ein Originalschlüssel, mit dem die Bergsteiger in den Jahren um die 1920 die Hütte nutzen konnten. Heute soll es ein Schlüssel zu Freundschaft und Frieden sein. Die kleine Tafel hängt in unserer Geschäftsstelle.

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder!

Bettina Munzel

Unsere Sektion wächst. Allein unser Mitglied Carsten Krause gab 22 Aufnahmeanträge für die Schüler des 9. Jahrganges der Grundschule in Lilienthal und zwei Betreuer/innen „auf einen Streich“ ab. Daher war das 3500. Mitglied mit Bettina Munzel bald gefunden. Wie ausgelobt, spart sie die Anmeldegebühr und in diesem Jahr den Beitrag.
Als Mitglieder mit den Nummern 3499 bzw. 3501 haben sich Anna Kahl und Axel Mecklenborg angemeldet.  Beide Mitglieder ersparen sich die Anmeldegebühr.

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