Kletterwochenende im Harz

35m über der Welt

In der Falterwand
Auf der Falterwand

An einem Freitag im Juni trafen wir uns nachmittags auf dem Parkplatz des Sportvereins Bremen 1860. Von dort aus erreichten wir nach mehr als zwei Stunden Fahrt die Kreuzbachhütte in Clausthal-Zellerfeld. Da der Schlüssel erst einmal weg war, schauten wir uns die Hütte - ein ehemaliger Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen - von außen an. Als wir später auch ins Innere gelangten sahen wir uns in den nett eingerichteten Zimmern um und unsere Jugendleiter Michael, Christian, Stefan und Daniela kochten uns mit Spaghetti und Salat ein sehr leckeres Abendessen. Da es schon viel zu spät zum Klettern war, brachen wir anschließend zu einer kleinen Nachtwanderung auf und stießen auf eine Art unterirdische Halle mit Gängen und Bögen. Auf dem Rückweg führte uns unser abenteuerlicher Spaziergang noch an einem alten Umspannwerk vorbei, bevor wir müde zur Hütte zurückkehrten.
Nach einem gemeinsamen Frühstück sind wir am nächsten Morgen zu unserer ersten Klettertour an die Marienwand aufgebrochen. Wunderschön an einem kleinen Bach und umgeben von Wäldern gelegen. Hier haben wir den Tag verbracht, sind viele verschiedene Routen geklettert und haben geübt uns abzuseilen. Ein Highlight war sicherlich, als Christian mit uns ganz hoch hinaus ist. Auf halber Strecke mussten wir einen Standplatz bauen und zwischendurch die Friends aus den Felsspalten lösen. In 35m Höhe war es ein unbeschreibliches Gefühl, wie sich die weite Landschaft vor einem erstreckte. Zurück auf der Hütte haben wir abends noch am Lagerfeuer zusammengesessen und die Wärme genossen, die sich nach der kalten Dusche langsam wieder ausbreitete.
Am Sonntag, dem letzten Tag unserer Ausfahrt, wurden wir – gefühlt wie immer zu früh - von Stefan geweckt. Ein auskömmliches Sonntagsfrühstück stärkte uns für die Aufgaben, die vor uns lagen. Nachdem alle Sachen in den Autos verstaut waren, fuhren wir zur Drachenwand. Ob hier vor Urzeiten ein Ungeheuer zuhause war, konnten wir nicht abschließend klären. Letztlich war es uns auch egal, da wir zunächst erst einmal eine halbe Stunde bis zur Wand hoch laufen mussten. Bei der Wand angekommen, hat Michael umgehend die ganzen Seile an der Wand befestigt. Dann durften wir losklettern. Besonders gut gefallen hat uns allen, dass wir uns auch von einer Seite selber abseilen durften. Nachdem wir so den ganzen Tag mit viel Kletterei und noch mehr Spaß verbracht haben, wurde vor dem Zusammenpacken noch ein schönes Gruppenfoto gemacht. Milas muss besonders erwähnt werden, da er die große Essenskiste hoch und wieder runter getragen hat. Die Rückreise verlief ohne Zwischenfälle, so dass wir gegen 18:00h alle wohlbehalten wieder in Bremen angekommen sind und unseren Eltern von der großartigen Klettertour Bericht erstatten konnten.
Von: Milas Gläser, Verena Kothe und Berenike Kreitz