Klettergriffe | © DAV Bremen

Klettergriffe zu verkaufen!

03.02.2026

Das Kletterzentrum trennt sich von einigen alten Formen und Farben, die keinen Platz mehr im Sortiment haben: 5€/Griff, 2€/Tritt

Kurz ein wenig Hintergrundwissen für alle, die nicht aus dem Kletterhallenbusiness stammen oder sich noch nie tiefer mit Klettergriffen beschäftigt haben.

Klettergriffe werden in der Regel aus einem von zwei Grundstoffen gefertigt: Polyethylen (PE) oder Polyurethan (PU). PE fühlt sich kälter und mehr nach Fels an. Diese Griffe sind recht schwer, hier ist viel Quarzsand in der Mischung. PU-Griffe fühlen sich mehr nach Plastik an. Sie sind deutlich leichter und finden in den letzten 15 Jahren zunehmend an Verbreitung.

Die meisten Griffe verfügen über ein zentrales Loch, durch das sie mit einer M10-Zylinderkopfschraube montiert werden. Darüber hinaus wird der Griff oft mit einer zusätzlichen Holzschraube gegen das Verdrehen gesichert.

In Deutschland geht natürlich nichts ohne eine Norm. So gibt es auch eine für Klettergriffe: Alle in Europa verkauften Klettergriffe müssen der Norm EN 12572: „Künstliche Kletteranlagen“ und hier dem „Teil 3: Klettergriffe“ entsprechen.

Wieso verkaufen wir nun Griffe? Haben wir zu viele?

Nein, spannende neue Griffe kann man leider (oder zum Glück?) nie genug haben. Auch werden Griffe nicht zwangsläufig schlecht. Ein Griff kann ewig halten. Aber der Klettersport entwickelt sich. Anforderungen an Farben, Ergonomie, Moden und Anforderungen an die Konsistenz der Griffe einer Route ändern sich. Oder, wie hier, hauptursächlich eine mangelhafte Erstausstattung mit nicht ausreichend Griffen einer Serie mit zudem sehr altmodischen Formen und schlechter Ergonomie.

Die zum Verkauf stehenden PE-Griffe sind größtenteils von der Firma T-Wall sowie ein paar verblichene Griffe der Firma Bleaustone.