1. Deutschen Jugendcup 2026 in Braunschweig | © Johannes Wiethölter

Starker Auftritt bei der Jugend-EM: Janne Wiethölter wird Vierte

17.06.2026

Ein hauchdünner Abstand entschied bei den Jugend-Europameisterschaften im ungarischen Sukoró über einen Platz auf dem Treppchen: Janne Wiethölter vom Bremer Alpenverein verpasste im Boulderfinale nur knapp eine Medaille.

Mit 53,4 Punkten belegte die Nachwuchsathletin einen starken vierten Rang. Zum Podium fehlten lediglich 0,4 Punkte – eine Differenz, die im Wettkampfbouldern kaum sichtbarer sein könnte. Umgerechnet entspricht dieser Rückstand gerade einmal vier zusätzlichen Versuchen über alle Finalboulder hinweg. Jeder einzelne Anlauf an einem Boulderproblem fließt in die Wertung ein, sodass Effizienz eine entscheidende Rolle spielt.

Auch wenn es am Ende nicht für Edelmetall reichte, markiert das Ergebnis einen Meilenstein in Wiethölters bisheriger Laufbahn. Das Teilnehmerfeld war hochkarätig: Die drei vor ihr platzierten Athletinnen gehören seit Jahren zur europäischen Spitze im Nachwuchsbereich. Europameisterin Jakoba Rauter aus Österreich zählt aktuell zu den dominierenden Kletterinnen ihrer Altersklasse, während die zweitplatzierte Alma Sapir Halevi aus Israel bereits mehrfach internationale Medaillen gewinnen konnte. Die Drittplatzierte Paula Mayer-Vorfelder gehört ebenfalls seit längerem zu den stärksten deutschen Talenten.

Wie stark Wiethölters Leistung einzuschätzen ist, zeigt auch der Blick auf die Konkurrenz hinter ihr: So ließ sie unter anderem die Ukrainerin Rafael Kazbekova deutlich hinter sich, die im vergangenen Jahr noch Silber bei den Europameisterschaften gewonnen hatte. Auch die Britin Isabella Rinaldi, die ebenfalls regelmäßig auf internationalem Niveau überzeugt, musste sich der Bremerin geschlagen geben.

Besonders beeindruckend war Wiethölters Entwicklung im Verlauf des Wettkampfes. Nach Platz 20 in der Qualifikation steigerte sie sich im Halbfinale deutlich und zog als Siebte ins Finale ein. Dort gelang ihr erneut eine Leistungssteigerung, die sie schließlich auf den vierten Platz brachte – ein Ergebnis, das ihre große Entwicklung und ihr Potenzial eindrucksvoll unterstreicht.